Jahresrückblick 2023

Wanderausstellung im Steinhaus Bunderhee

Im Steinhaus in Bunderhee (ehemalige Häuptlingsburg aus dem 13. Jahrhundert) fand am 16. August der Start eine vielbeachtete Wanderausstellung mit judenfeindlichen Postkarten aus dem 19. und 20. Jahrhundert statt.

Solidaritätskundgebung vor dem Zollhaus Leer

Vor dem Leeraner Zollhaus fand am 16. Oktober eine große Solidaritätskundgebung angesichts des Angriffs auf Israel mit einem ökumenischen Friedensgebet statt. Wolfgang Kellner von der Gesellschaft für christlich jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e.V. hielt die Ansprache. Die Stadt Leer unterstützte die Veranstaltung.

200 Jahre Stadtrechte Leer

Anlässlich einer öffentlichen Veranstaltung der Stadt Leer zur 200 Jahrfeier Stadtrechte hat die Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e.V. einen abendfüllenden Beitrag geleistet. Vorstandsmitglieder recherchierten im Stadtarchiv die Geschichte einiger jüdischer Mitbürger und trugen die Ergebnisse der Leeraner Bevölkerung vor.

Gedenken an die Progromnacht

Zum Jahrestag der Pogromnacht versammelten sich zahlreiche Bürger der Stadt Leer an der
Heisfelder Strasse. Vor 85 Jahren wurde auf Geheiß der NS-Regierung die Synagogen niedergebrannt. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die damalige imposante Synagoge in Brand gesetzt.
Die jüdische Bevölkerung wurde unter brutaler Gewalt aus ihren Häusern geholt. Sie wurden auf den Viehhof getrieben wo sie die Nacht in den Ställen verbringen mussten.

Was bleibt 80 Jahre nach dem Holocaust?


Wolfgang Kellner(rechts), Vorsitzender der GfCJZ Ostfriesland im Gespräch mit Eike Besuden (Bild: stehend hinter BM Claus-Peter Horst und Albrecht Weinberg) beleuchtet in seinem Film das Schicksal der Bremer Kaufmannsfamilie Julius Bamberger.
Fast hundert Jahre ist es her als die Familie erstmals von Nazis beschimpft wird: „Wir werden sie unschädlich machen und ihre Geschäfte ruinieren“ – das war in den 20er Jahren.
Und es geschah tatsächlich: Es folgte die Verhaftung und die vollständige Vernichtung einer Existenz – einem renommiertem Kaufhaus in Bremen.
Anschließend wurde der erfolgreiche Kaufmann mit seiner Familie aus der Stadt gejagt. Den Holocaust überlebte er mit seinen beiden Kindern nur knapp.
Die Nachfahren der Familie Bamberger leben heute in den USA. Die Nachfahren erzählen in dem Film Aufgeben? – Niemals.
Das Buch „Emigrante“ erzählt, wie die Katastrophe des Nationalsozialismus bei heute in den Nachfahren weiterlebt.

Die Filmvorführung mit der Lesung stieß bei dem Publikum auf breites Interesse. Die Sparkasse Leer sponserte freundlicherweise die Veranstaltung.